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Die Heiligkreuzschlucht der Venter Ache, oberes Ötztal

 

4 Die Venter Ache gliedert sich in 3 Teilstücke, wobei der schwierigste Abschnitt, die Heiligkreuzschlucht, nur bei wirklich niedrigem Wasserstand im Herbst befahren werden sollte, wenn der übrige Bach eher an eine anspruchsvolle Mountainbikestrecke erinnert.

Einen guten Überblick über den Charakter der Strecke erhält man bei einem Blick von der Straßenbrücke bei Heiligkreuz hoch über der Schlucht. Die Strecke ist nur ca. 3 Kilometer lang, erfordert jedoch aufgrund der extremen Ausgesetztheit und permanent notwendigen Besichtigungen und Absicherungen einen hohen Zeitaufwand. Einmal nachmittags kurz vor dem Kaffeetrinken runterpaddeln, wie auf vielen anderen Abschnitten der Venter und Ötztaler Ache gut möglich, sollte hier eher nicht probiert werden.

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2 Zum Einstieg gelangt man einen Kilometer oberhalb der Ortschaft Heiligkreuz an einer Wiese mit einer kleinen Brücke. Der Fluß beginnt mit flotter Strömung und leichter Verblockung. In Sichtweite der hohen Strassenbrücke steigert sich das Gefälle, es geht über Grundgesteinsstufen, die bei der persönlichen Erstbefahrung durchaus eine Besichtigung wert sind.
8 Nach der Brücke sollte unbedingt ausgestiegen und die Folgestrecke, der Klammeingang besichtigt werden. Den Auftakt bildet eine sehr steckgefährliche Stufe, die mit Schwung nach links gebooft werden kann. Wer zu weit rechts fährt, verschwindet unter dem stark unterspülten Fels. Eine spannende Angelegenheit für die Zuschauer auf der Brücke.

 

3 Die Venter Ache hat jetzt ihren typischen Stil gefunden: Aussteigen, Besichtigen, Fahren oder Umtragen, das alles unter hoffentlich aufmerksamer Sicherung der Mitpaddler. Alle Einzelstellen zu beschreiben, ist nicht sinnvoll, herausragend sind nur eine Zweimeterstufe auf der linken Flußseite, die nach rechts gebooft werden sollte und die eigentliche Kernstelle, die von den meisten Paddlern umtragen wird eine Doppelstufe mit insgesamt 4 Meter Gefälle, die wegen des sehr flachen unsauberen Unterwassers exakt gebooft werden sollte. Alternativ kann sie ganz links an der Felswand mit Steckgefahr befahren werden. Das ganze wird noch garniert von einem gierig saugenden Rücklauf, der zu ausgiebigem unfreiwilligem Walzenaufenthalt führen kann. Kurz danach ist ein Sprung aus 2 Meter Höhe nötig, um eine bei dem niedrigen Wasserstand unfahrbare Stelle zu bewältigen.

 

6 Weiter geht es wie bisher, steckgefährlich, verwinkelt mit uneinsichtigen Passagen, insgesamt ein alpines Unternehmen für erfahrene Wildwasserfahrer. Für eine persönliche Erstfahrt sollten mindestens 4 Stunden angesetzt werden, um ein ausreichendes Zeitpolster zu haben. Ein Ausstieg aus der Klamm ist auch für erfahrene Kletterer nahezu unmöglich.
Wer einmal reingefahren ist, muß durch.


5 Beschreibung
Axel & Jack / Ötztal-WG 2002

Zusammenfassung
Jan-Peter

Bilder
Darko Pelikan